Touristik und Geschäftsreise

Nein zum „Kollektiven System“ der Unsicherheit bei GBT III

Tarifinfo Nr. 2 GBT III

Nein zum „Kollektiven System“ der Unsicherheit bei GBT III

Bild: Ein Mensch ist sich unsicher pixabay.com  –

Liebe Kolleginnen,
liebe Kollegen,

seit Monaten setzen wir – die ver.di-Kolleg_innen in der Tarifkommission – uns gemeinsam mit euch für sichere Arbeitsbedingungen ein. Nun hat die Geschäftsführung mit den Betriebsräten in München und Frankfurt am Main eine Betriebsvereinbarung „Kollektives System“ auf den Weg gebracht. In dieser Betriebsvereinbarung werden schlechtere Arbeitsbedingungen und ein unsicheres Vergütungssystem festgeschrieben. Unserer Ansicht nach liegt hier ein Rechtsbruch vor, deshalb klagt die Gewerkschaft ver.di vor dem Arbeitsgericht gegen diese Vereinbarung.

Mit Flugblättern, Aktionen und guten Diskussionen auf Betriebsversammlungen haben sich viele Mitarbeiter_innen dafür ausgesprochen, dass unsere Arbeitsbedingungen und Gehälter in einem Tarifvertrag mit ver.di gesichert werden. Nur ein Tarifvertrag garantiert gute Arbeitsbedingungen und ein Recht auf MIT-Gestaltung unserer Arbeitsbedingungen.

Dieses Recht jeder einzelnen Kollegin und jedes einzelnen Kollegen umgeht die Geschäftsleitung mit dem Abschluss der Betriebsvereinbarung „Kollektives System“.

Die Betriebsvereinbarung

  • verstößt gegen das Betriebsverfassungsgesetz (§ 77 Abs. 3 BetrVG), indem hier Bedingungen geregelt werden, die bereits im Tarifvertrag der Reisebranche geregelt sind.
  • führt zu Ungleichheit und Benachteiligung im Unternehmen, da sie nur für den Teil der Beschäftigten gilt, die bereit sind zu „wechseln“ und damit ihre tariflich garantierten Bedingungen aufgeben (Verstoß gegen das Benachteiligungsverbot des § 75 BetrVG).
  • ist eine Erpressung aller Kolleg_innen mit Altverträgen, nach dem Motto: „Entweder Ihr gebt eure tariflichen Garantien auf oder eure Gehälter werden sich in Zukunft kein bisschen weiterentwickeln.“

Das ist der Dank für jahrelange Treue und das Engagement im Unternehmen.

So sieht kein „great place to work“ aus. Unsere Entscheidung steht fest: Diese Betriebsvereinbarung ist nicht im Interesse der Beschäftigten, sondern sie dient dazu, die Belegschaft zu spalten und Unsicherheit zu verbreiten.

Dagegen stellen wir uns und fordern die Geschäftsführung weiter zu Tarifverhandlungen auf.

Eure Unterstützung ist auch in Zukunft gefragt – Nur gemeinsam erreichen wir unser Ziel!

Gewerkschaft Bietet Tarifsicherheit

Deshalb:
Mitmachen. Mitentscheiden. Mitglied werden!

Mit besten Grüßen
Eure Tarifkommissionsmitglieder GBT III